Hinweis:
Dieser Leitfaden dient zu Informationszwecken und soll keine rechtlichen Bestimmungen unterlaufen. In einigen Ländern darf Cannabis nicht oder nur mit einer Ausnahmegenehmigung selbst angebaut werden.
Wie funktioniert der Anbau von Cannabis? Eine Indoor Grow Anleitung
Der heimische Anbau von Marihuana ist für viele Konsumenten zu einer echten Alternative zum Kauf geworden. Beim sogenannten Indoor-Growing kann der Züchter nicht nur auf die Qualität seines Marihuanas selbst Einfluss nehmen, wer Cannabis zu therapeutischen Zwecken konsumiert, spart beim Indoor-Grow außerdem auch noch das Geld für den medizinischen Hanf. Im Handel steht mittlerweile eine riesige Auswahl an Hanfsamen mit unterschiedlichen Aromen und Rauschwirkungen zur Wahl. Der Anbau von qualitativ hochwertigem Cannabis ist allerdings nur mit ausreichend Kenntnis und der richtigen Ausrüstung möglich. Anfänger sollten ihren ersten Indoor-Grow unter Anleitung durchführen, um typische Fehler zu vermeiden.
Zunächst muss sich der Züchter für eine Sorte entscheiden: Indica oder Sativa, reguläre oder feminisierte Samen oder vielleicht sogar eine Autoflowering-Sorte? Es gibt eher kompakte und hochwachsende Pflanzen; die meisten Indoor-Sorten erreichen eine Höhe von circa 1,5 Metern.
Die Wahl des richtigen Standorts
Je nachdem, wie viel Platz zur Verfügung steht, bieten sich in der Wohnung mehrere Möglichkeiten des Anbaus an. Für einzelne Pflanzen genügt ein Grow-Schrank. Dafür werden umfunktionierte Schränke oder andere Eigenbauten verwendet, die möglichst abgedichtet und abschließbar sein sollten. Einige Grow-Shops bieten fertigmontierte Kabinen an. Eine andere Variante sind Gewächshäuser, in denen die Pflanzen optimale Wachstumsbedingungen vorfinden. Wer möglichst hohe Erträge erzielen möchte, kann auch ein ganzes Zimmer, einen sogenannten Grow-Room, für den Anbau herrichten.
Einige Hanfsorten wachsen sehr schnell. Deswegen sollte man spätestens, wenn der Nährboden von Wurzeln durchzogen ist, umtopfen. Empfehlenswert sind biegsame Plastiktöpfe, aus denen sich die Wurzelballen leicht herauslösen lassen.
Erde, Bewässerung und Düngung
Üblicherweise werden für den Indoor-Grow normale Blumenerde und Kokossubstrat verwendet. Hanfpflanzen benötigen feuchte Erde. Sobald die obere Erdschicht trocken ist, sollte gegossen werden. Doch Vorsicht: Staunässe bewirkt, dass die Pflanze erstickt und verfault. In der Wachstums- und in der Blütephase düngen einige Züchter zusätzlich mit Wachstumsbeschleunigern und Nährstoffen. Die Art und Dosierung des Düngers hängt vom Nährboden ab. Prinzipiell gilt für den Indoor-Grow von Cannabis: Weniger ist mehr. Das Düngemittel muss rechtzeitig vor der Ernte abgesetzt werden, da es sonst den Geschmack und den Ernteertrag beeinträchtigen könnte.
Beleuchtung: Cannabis mag es hell
Für den erfolgreichen Hanfanbau ist ein regelmäßiger Lichtzyklus wichtig. Beim Indoor-Grow muss dieser künstlich erzeugt werden. 400 Watt und ein dem Sonnenlicht möglichst ähnliches Farbspektrum fördern das Wachstum und die Blüte der Hanfpflanze. Viele Züchter statten den Grow-Bereich mit weißen oder reflektierenden Wänden aus, um die Pflanze optimal mit Licht zu versorgen. In der Wachstumsphase benötigt Cannabis täglich 18 Stunden Licht, in der Blütephase nur noch 12 Stunden. Als Leuchtmittel eignen sich Natriumdampflampen (NDL) oder Energiesparlampen.
Lüftung: Cannabis hat einen starken Eigengeruch
Um zu gedeihen, benötigen Hanfpflanzen konstante Temperaturen. Beim Indoor-Grow lässt sich das gut bewerkstelligen, denn die Zucht findet in geschlossenen Räumen statt. Außerdem ist eine gute Luftzirkulation nötig, um eine zu hohe Luftfeuchtigkeit zu verhindern, die die Entstehung von Schimmel begünstigen würde. Ab einem bestimmten Wachstumsstadium entwickeln Hanfpflanzen einen starken Geruch. Auch beim Indoor-Growing kann dieser nach draußen oder sogar bis in Nachbarwohnungen dringen. Da der Geruch sehr intensiv ist und von vielen als unangenehm empfunden wird, empfiehlt sich die Anschaffung einer Belüftungsanlage. Rohr- und Schneckenhauslüfter mit passenden Aktivkohlefiltern sind zur Belüftung der Pflanzen gut geeignet und in Grow-Shops vergleichsweise günstig erhältlich.
Die Ernte
Die harzhaltigen Blütenstände sind erntereif, wenn sich die Pflanzenhaare milchig und braun verfärbt haben. Dann erst enthalten die Buds das für viele Cannabis-Konsumenten optimale Verhältnis von Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD). Auch die Blattspitzen können konsumiert werden. In ihnen ist allerdings weniger von beiden Wirkstoffen enthalten.