Düngemittel und Nährstoffe für Cannabispflanzen
Ein Düngemittel enthält in der Regel drei Bestandteile, die das ideale Wachstum befördern. Hierbei handelt sich es um Kalium, Phosphor und Stickstoff. Die Inhaltsstoffe werden bei kommerziellen Düngemitteln deutlich auf der Verpackung angegeben, möglicherweise jedoch in einer abgekürzten Form wie: N P K. Ein Düngemittel mit der Angabe 20-20-20 sollte einen Stickstoffgehalt von 20% enthalten.
Einige weniger relevante Nährstoffe sind Magnesium, Schwefel und Kalzium. Außerdem finden sich noch Spurenelemente wie Mangan, Eisen, Zink, Molybdän, Kupfer und Bor in Düngemitteln.
Während der verschiedenen Wachstumsphasen ist es wichtig, die Nährstoffe bereitzustellen, die in der entsprechenden Phase am zuträglichsten sind. Während des Keimungsprozesses ist Dünger gut, der einen hohen Anteil an P Nährstoffen beinhaltet, während N und K weniger vorhanden sein sollten. Während der vegetativen Phase benötigen die Pflanzen eine beträchtliche Menge an Stickstoff. Hier kann menschliches Urin verwendet werden, welches in einer Mischung von 8 Unzen (8x28g) Urin pro 4,5 Liter Wasser gemischt werden sollte. Als Dünger kommt der 20-20-20 mit Spurenelementen in Frage. Ein gutes Produkt ist hier der Miracle Grow Partio Dünger. Es ist auch hilfreich, wenn Sie die Eisen-, Schwefel-, Magnesium- und Kalziumanteile messen können, da diese ebenfalls wichtige Element darstellen. Eine Mischung von einer Gallone (4.5 Liter) Wasser mit einem Esslöffel Kalkhydrat oder Dolomit bildet eine gute Grundlage für eine Hydrokultur, welche in den ersten Wachstumsphasen eingesetzt werden kann. Dazu können Sie auch noch Bittersalz geben, um die Schwefel- und Magnesiumenge anzureichern.
Tabak oder Cannabis, das mit Kalisalpeter angebaut wurde, kann besser verbrannt werden. Ein Düngemittel, welches Kalisalpeter enthält, ist Miracle Grow, welches als hocheffektiver Dünger während der vegetativen und der Blütephase eingesetzt werden kann. Es ist jedoch wissenswert, dass Kalisalpeter auch als Mittel gegen sexuelles Verlangen eingesetzt wird. Sollten Sie die Pflanzen also beim Kochen verwenden wollen, kann es besser sein, auf natürliche Produkte wie Fischöl oder biologischen Dünger zurückzugreifen.
Eine Nährstofflösung wird häufig mit einer Mischung von 150 bis 600 ppm (parts per million) gelösten Feststoffen hergestellt. Das optimale Verhältnis wird mit etwa 300 bis 400 ppm erreicht. Getestet werden kann das Ganze mit einem Leitfähigkeitsmesser, falls Sie nicht sicher sind, was die Lösung genau enthält.
Es sollte darauf hingewiesen werden, dass die Messungen für Feststoffe oft deutlich geringer ausfallen, und die Hydrokultur in Wirklichkeit deutlich mehr Nährstoffe enthält. Wenn Sie dauerhaft auf Nährstofflösungen zurückgreifen, kann es sein, dass der Boden übersättigt wird. Es kann sich positiv auswirken, den Pflanzen ab und zu nur klares Wasser geben. Sobald Sie sehen, dass die Cannabispflanzen weniger grün wirken, sollten Sie wieder eine Nährstofflösung verwenden.
Bei einem Prozess, der als Pumpen bezeichnet wird, kommt es zu mehr Bewässerungen, was das Pflanzenwachstum beschleunigen soll. Dieser Prozess muss richtig ausgeführt werden, da die Pflanzen ansonsten ertränkt werden können. Beginnen Sie langsam, um sicher zu sein, dass regelmäßiges Bewässern keine Probleme verursacht. Eine geringere Nährstoffmenge mit etwa ¼ der Konzentration, sollte ausreichend sein. Führen Sie alle 31 Tage eine Bodenauswaschung durch und geben Sie regelmäßig klares Wasser zu den Pflanzen. Ein solcher Prozess empfindet nach, was Pflanzen, die in einem normalen Boden angebaut werden, widerfährt.
Wasserstoffperoxid oder ähnliche Sauerstofflieferanten können dem Dünger hinzugefügt werden, um die Wurzeln gut mit Sauerstoff zu versorgen und um zu verhindern, dass eine Überwässerung stattfindet. Der Boden sollte regelmäßig überprüft werden, um zu garantieren, dass es keine Probleme mit einem erhöhten PH Wert gibt, welcher auf das Wasserstoffperoxid zurückzuführen sein kann. Führen Sie keine Messungen direkt nach der Zugabe dieses Stoffes durch, sondern lassen Sie einen gewissen Zeitabstand.
Ein entscheidender Punkt in Bezug auf guten Boden stellt dessen Wasseraufnahme dar. Wenn Sie Pflanzenerde verwenden, sollten Sie alle drei bis fünf Tage Wasser hinzuzugeben. Boden mit Lavagestein oder Perlit kann mehr Wasser aufnehmen und eine regelmäßigere Bewässerung kann erforderlich werden. Dies bedeutet auch, dass die Cannabispflanzen schneller wachsen können, da mehr Sauerstoff die Wurzeln erreichen kann. Der Boden sollte vor einer erneuten Bewässerung nahezu trocken sein, um das beste Ergebnis zu erzielen.
Alternative Optionen sind stärkere Düngemittelprodukte, die mit einem Abstand von 3 Tagen hinzugegeben werden. Viele Nährstoffe können im Boden eingelagert werden und die Pflanzen können auf sie zurückgreifen, sobald sie diese benötigen. Nährstoffe werden nur nach zwei aufeinanderfolgenden Wässerungen aus dem Boden gewaschen und es kommt hierbei nicht zu einer Versalzung des Bodens.
In den allermeisten Fällen ist es sinnvoll etwa 2 Wochen vor der Ernte mit der Düngung aufzuhören, um den besten Geschmack zu erreichen.
HINWEIS: Es ist von allergrößter Wichtigkeit eine Überdüngung zu vermeiden, da dies eine sehr negative Wirkung auf die Pflanzen haben kann. Lesen Sie die Hinweise auf dem Dünger sorgfältig durch bevor Sie diesen einsetzen. Beginnen Sie mit einer 50%igen Dosierung, wenn Sie das Mittel dem Wasser hinzufügen wollen und wenn Sie nicht absolut sicher sind, welche Menge die Pflanzen handhaben können. Sie können die Menge graduell im Verlauf des Wachstumsprozesses steigern. Häufig begehen gerade Anfänger den Fehler Pflanzen zu überdüngen. Es können sich dann Salzablagerungen im Boden bilden. Wenn Sie denken, dies sei der Fall, können Sie sauberes Wasser einsetzen, um den Salzgehalt wieder zu reduzieren. Topfpflanzen können monatlich ausgelaugt werden. Sobald die Pflanze sehr grüne Blätter zeigt, kann es sinnvoll sein, die Nährstoffmenge zu reduzieren, um eine Überdüngung zu vermeiden.